COSMILE-FACTS

Bestimmte Gruppen kosmetischer Inhaltsstoffe werden mitunter kritisch diskutiert. COSMILE vermittelt Fakten aus wissenschaftlicher Sicht.

Die Redaktion von COSMILE greift diese Themen auf, nicht um zu bewerten, sondern um einen Beitrag zur Verbraucheraufklärung zu leisten und weiterführende Basisinformationen aus wissenschaftlicher Sicht zu vermitteln:

Umweltverträglichkeit kosmetischer Produkte

Blickpunkt: Viele kosmetische Produkte werden entweder direkt, wie zum Beispiel Shampoo und Duschgel, oder nach einiger Zeit, wie Haargel und Sonnenmilch, mit Wasser abgewaschen. Dabei können die kosmetischen Inhaltsstoffe dieser Produkte ins Abwasser gelangen. In den Kläranlagen werden diese Stoffe überwiegend entfernt. Einige werden jedoch nicht vollständig herausgefiltert oder können auch direkt in Gewässer gelangen – wie beispielsweise Stoffe aus Sonnenmilch.

Kontaktallergie (allergisches Kontaktekzem)

Allgemein: Eine Allergie ist gewissermaßen eine Fehlfunktion des Immunsystems, bei der sich Antikörper oder Abwehrzellen gegen eigentlich harmlose Fremdstoffe wenden. Es gibt unterschiedliche Formen von Allergien. Allen gemeinsam ist, dass das Immunsystem die allergische Reaktion erst „erlernen“ muss. Diesen Vorgang nennt man Sensibilisierungsphase. Sie läuft meist unbemerkt ab. Erst bei erneutem Kontakt mit dem Allergen bildet sich dann die allergische Reaktion aus. Es gibt also keine angeborenen Allergien.

Silikone

Blickpunkt: „Silikon“ ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von Stoffen, die hinsichtlich ihrer Wirkung auf Haut und Haar und ihrer Auswirkungen auf Gewässer kritisch diskutiert werden.

Endokrine Disruptoren

Blickpunkt: Einige kosmetische Produkte können Stoffe enthalten, die eine hormonelle Aktivität aufweisen. Diese Stoffe sind von endokrinen Disruptoren zu unterscheiden.

Mikroplastik / Mikrokunststoff

Blickpunkt: In der Diskussion um "Mikroplastik" muss zwischen festen und gelösten Kunststoffen unterschieden werden. Die kritische Haltung gegenüber Mikroplastik bezieht sich auf feste Kunststoffpartikel. Gelöste Polymere sind von diesen zu unterscheiden und deshalb gesondert zu betrachten.

Parabene (Konservierungsmittel)

Blickpunkt: Parabene werden als Konservierungsstoffe in kosmetischen Produkten eingesetzt, um die Vermehrung von Bakterien und Pilzen (Keime) zu verhindern - vor allem dann, wenn die Produkte Wasser enthalten. Ihre Verwendung in Kosmetikprodukten wurde in den vergangenen Jahren mit unerwünschten Auswirkungen auf die Gesundheit in Verbindung gebracht.

Mineralöle

Blickpunkt: Inhaltsstoffe kosmetischer Mittel, die auf Mineralöl basieren, stehen im Hinblick auf so genannte gesättigte Kohlenwasserstoffe („MOSH“) und aromatische Kohlenwasserstoffverbindungen („MOAH“) in der Kritik.

Duftstoffe

Blickpunkt: Duftstoffe und Duftstoffmischungen in kosmetischen Produkten, oft als Parfum bezeichnet, sind in die kritische Diskussion geraten, weil sie Allergien auslösen können.